
Unsere Geschichte
Seit über 50 Jahren setzen wir uns für Sozialtourismus in der Schweiz ein. Unsere Mission: attraktive, zeitgemässe Jugendherbergen für Jugendliche, Schulklassen und Familien zu schaffen – oft gemeinsam mit starken Partnerinstitutionen. Im Gleichschritt entwickelten sich die Organisation und die Architekturgeschichte.

50 Jahre Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus
Organisationsgeschichte
Unsere Organisation hat sich über Jahrzehnte hinweg stetig weiterentwickelt. Geprägt von Kooperation, Weitblick und klaren Leitlinien gestalten wir Strukturen, die den Sozialtourismus nachhaltig stärken und den Betrieb der Jugendherbergen langfristig sichern.
Unsere Gründung
1973 wurde die Stiftung durch den Verein für Jugendherbergen Zürich ins Leben gerufen. Damit wurden die Liegenschaften dem unberechenbaren Einfluss der Generalversammlung entzogen, während der Betrieb weiterhin in den Händen des Zürcher Vereins lag. Eine unserer zentralen Aufgaben blieb die Zusammenarbeit der damals 13 Jugendherbergsorganisationen zu stärken und eine schweizweite Fusion voranzutreiben.
Fusion der Kreisvereine
1992 war es so weit: Die meisten Kreisvereine schlossen sich zum Verein Schweizer Jugendherbergen zusammen. Dabei wurden weitere 18 Liegenschaften in unsere Stiftung eingebracht. Das setzte den Grundstein für eine professionelle Liegenschafts- und Vermögensverwaltung.
Bauhandbuch 2005
Schon früh setzten wir Standards: Ein Expert*innenteam definierte 1993 im «Bauhandbuch 2005» unsere Leitlinien für den Bau moderner Jugendherbergen. Im Fokus: regionale Architektur, zeitgemässe Gestaltung und ein achtsamer Umgang mit der Umwelt.
50-Jahre-Jubiläum
In der Jugendherberge Fällanden, wo vor fünf Jahrzehnten alles begann, feiern wir unseren 50. Geburtstag. Ein besonderer Moment, um gemeinsam zurückzublicken und allen Beteiligten Danke zu sagen.
Zukunft und Ausblick
Unsere mit der Fusion entwickelten Leitlinien bewähren sich bis heute und wir entwickeln sie laufend weiter. Die strategischen Ziele 2024–2027 stärken unseren Fokus auf Nachhaltigkeit und regionale Partnerschaften. Das zeigt sich auch in den kommenden Grossprojekten in Engelberg, Genf und Pontresina; durch starke lokale Kooperationen und eine zukunftsweisende Bau- und Angebotsentwicklung, wird für die lokale Bevölkerung und die Gäste gleichermassen Mehrwert geschaffen.

Jugendherberge Pontresina (Visualisierung des geplanten Projekts)
Jugendherberge Pontresina
Beherbergung, Sportzentrum und Boulderhalle: Die geplante Jugendherberge Pontresina wird für Einheimische und Gäste einen Mehrwert bieten.
Die Jugendherbergen im Wandel der Zeit
Architekturgeschichte
Unsere Architektur entwickelt sich kontinuierlich weiter – immer orientiert an den Bedürfnissen unserer Gäste.
Gründungszeit
Die 1937 eröffnete Jugendherberge Fällanden gehört zur ersten Generation von Jugendherbergen: Massenlager, strikte Geschlechtertrennung und ein Standort mitten in der Natur prägten diese Ära. Das Gebäude des Architekten Emil Roth gilt als bedeutendes Werk der klassischen Moderne. Durch ein angepasstes Betriebskonzept und kontinuierlichen Unterhalt konnten wir die Jugendherberge bis heute in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Jugendherberge Fällanden Aussenansicht
Die Jugendherberge Fällanden des Architekten Emil Roth konnte bis heute in ihrer Originalform erhalten bleiben.
Funktionale Moderne
1965 folgte die Jugendherberge Zürich-Wollishofen – ein Flaggschiff für den internationalen Jugendtourismus. Die Jugendherberge setzt neue Standards bei den Aufenthaltsräumen, dem Zimmermix, der Geschlechtertrennung und der Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen an einen Grossbetrieb. Nach der Eröffnung avanciert sie weltweit zur Musterjugendherberge.

Rezeption Jugendherberge Zürich
Ein Betrieb mit Vorbildcharakter: die Jugendherberge Zürich.
Nach dem Bauleitbild 2005
Bei der Erneuerung und Erweiterung der Jugendherberge Grindelwald im Jahr 1996 setzten wir erstmals die im «Bauhandbuch 2005» definierten Leitideen um. Komfort, Privatsphäre und die Gestaltung von Gemeinschafts- und Schlafbereichen standen im Zentrum: ein klarer Schritt in Richtung moderne Jugendherberge.

Jugendherberge Grindelwald Zimmer
Die Leitlinien aus dem Bauhandbuch 2005 wurden in der Jugendherberge Grindelwald erstmals umgesetzt.
Standards der Nachhaltigkeit
Für die Jugendherberge Scuol führten wir einen regionalen Architekturwettbewerb durch und setzten neue Massstäbe in punkto Umweltverträglichkeit. Der Bau erfüllt den Minergie-Eco-Standard, nutzt lokale und ökologische Materialien und wird mittels Wärmepumpe, Wärmerückgewinnung und Sonnenkollektoren betrieben. Die enge Zusammenarbeit mit dem regionalen Bauernverband sowie mehrere renommierte Auszeichnungen unterstreichen die Vorreiterrolle des Projekts.

Aussenansicht Jugendherberge Scuol
Höchste Nachhaltigkeitsstandards und Anlehnung an die regionale Architektur: die Jugendherberge Scuol.
Public-Private Partnership
Mit dem 2014 eröffneten wellnessHostel4000 in Saas-Fee entstand das weltweit erste Hostel mit eigenem Wellnessbereich und Hallenbad. Das Projekt war nur dank der Partnerschaft mit der Burgergemeinde Saas-Fee realisierbar. Der fünfgeschossige Holzbau nach Minergie-Eco-Standard, betrieben mit solarer Fernwärme und Photovoltaik, wurde mehrfach prämiert und gilt als Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Bauen in den Alpen.

Aussenansicht Sommer wellnessHostel4000 in Saas-Fee
Das weltweit erste Wellnesshostel eröffnete im Jahr 2014 in Saas-Fee.